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Beratung beim Einstieg in die Verteidigungsindustrie

Warum mittelständische Unternehmen gezielte Unterstützung brauchen – und wie diese aussehen kann

Die Verteidigungsindustrie befindet sich im Umbruch. Neue sicherheitspolitische Realitäten, steigende Verteidigungsbudgets und ein wachsender Bedarf an technologischer Souveränität führen dazu, dass die Branche für viele Unternehmen attraktiver wird. Insbesondere für mittelständische Hersteller aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Elektronik, der Werkstofftechnik oder der Sensorik eröffnen sich neue Möglichkeiten – sei es als direkte Lieferanten der Bundeswehr oder als Teil komplexer Zuliefernetzwerke der Systemhäuser.

Doch der Einstieg in die Verteidigungsindustrie ist kein Selbstläufer. Die Branche ist hochreguliert, stark vernetzt und geprägt durch langfristige Beschaffungszyklen. Wer hier erfolgreich mitspielen möchte, muss nicht nur technologisch überzeugen, sondern auch strukturell, strategisch und kommunikativ gut aufgestellt sein. Hier kommt Beratungsleistung ins Spiel – nicht als Selbstzweck, sondern als Brücke zwischen technischem Potenzial und marktfähiger Positionierung.

Beratung Verteidigungsindustrie

1. Der Verteidigungsmarkt: Chancen erkennen, Hürden verstehen

Viele Mittelständler verfügen über Produkte, Technologien oder Fertigungskompetenzen, die für die Verteidigungsindustrie hoch relevant wären – wissen es aber nicht. Oder sie scheitern an der ersten Kontaktaufnahme, weil ihnen der Zugang zu den richtigen Ansprechpartnern fehlt oder die spezifischen Anforderungen des Marktes unklar bleiben.

Eine professionelle Beratung setzt genau hier an: Sie hilft dabei, den Markt zu verstehen – strukturell, politisch, wirtschaftlich und technologisch. Dazu gehört:

  • Eine Einordnung der Marktmechanismen: Wer sind die Hauptauftraggeber? Wie funktionieren Vergaben? Welche Rolle spielen NATO-Standards, nationale Bedarfe oder europäische Förderstrukturen?
  • Ein realistischer Blick auf Einstiegsszenarien: Direkter Lieferant? Subunternehmer? Entwicklungspartner? Lizenzfertiger?
  • Die Einschätzung regulatorischer Anforderungen: Sicherheitsfreigaben, Exportkontrollen, Zertifizierungen – ohne systematische Vorbereitung sind diese Hürden schwer zu nehmen.

Gerade für Unternehmen, die bisher nicht in sicherheitsrelevanten Branchen tätig waren, ist dieser erste Schritt essenziell. Denn nur wer die Logik des Marktes versteht, kann strategisch kluge Entscheidungen treffen.

Beratung Verteidigungsindustrie

2. Positionierung: Vom Hidden Champion zum sichtbaren Anbieter

Beratung in der Verteidigungsindustrie endet nicht bei der Analyse. Sie wird dann wertvoll, wenn sie zu einer differenzierten, glaubwürdigen Positionierung führt. Die Kernfragen dabei lauten:

  • Welche meiner Fähigkeiten sind verteidigungsrelevant – direkt oder indirekt?
  • Wo liegt mein konkreter Wertbeitrag für Auftraggeber oder Systempartner?
  • Wie kann ich diesen Beitrag verständlich, sicherheitskonform und zielgruppenspezifisch kommunizieren?

Ein erfahrener Berater hilft dabei, das eigene Portfolio zu analysieren, Stärken herauszuarbeiten und in eine marktfähige Sprache zu übersetzen. Denn viele Unternehmen unterschätzen, wie schwer es Außenstehenden fällt, komplexe technische Leistungen einzuordnen. In der Verteidigungsindustrie kommt erschwerend hinzu, dass die Sprache normiert, formalisiert und häufig sehr strategisch geprägt ist.

Gute Beratung macht aus „Wir haben hochpräzise Frästeile“ ein „Wir liefern NATO-konforme Systembauteile mit dokumentierter Qualitätssicherung nach AQAP 2110“. Aus „Wir sind flexibel“ wird „Wir verkürzen Time-to-Market bei sicherheitskritischen Komponenten“.

3. Prozesse und Strukturen: Fit für Sicherheit und Verlässlichkeit

Der Verteidigungsmarkt verlangt nicht nur gute Produkte, sondern auch verlässliche Prozesse und Strukturen. Wer für sicherheitsrelevante Projekte liefern will, muss nachweisen, dass er systematisch, dokumentiert, revisionssicher und resilient arbeitet – vom Einkauf über die Produktion bis zur Auslieferung.

In der Praxis zeigt sich hier oft der größte Nachholbedarf:

  • Gibt es ein internes Risikomanagement für sicherheitskritische Aufträge?
  • Sind Lieferketten nachweislich kontrollierbar und auditierbar?
  • Ist das Personal sicherheitsüberprüft und entsprechend geschult?
  • Sind Export- und Datenschutzrichtlinien implementiert?

Berater mit Erfahrung im Verteidigungsumfeld helfen dabei, die notwendigen Grundlagen zu schaffen – pragmatisch, aber wirksam. Das kann die Begleitung von Sicherheitszertifizierungen sein, der Aufbau interner Compliance-Strukturen oder auch die Vorbereitung auf Lieferantenaudits durch Systemhäuser.

Wichtig ist dabei: Es geht nicht darum, jedes kleine Unternehmen in ein Großkonzernschema zu pressen. Gute Beratung schafft vielmehr Lösungen, die zur Größe, Kultur und Leistungsfähigkeit des Unternehmens passen – aber gleichzeitig die Anforderungen des Marktes erfüllen.

4. Netzwerke und Sichtbarkeit: Relevanz entsteht durch Vertrauen

Die Verteidigungsindustrie ist ein People Business. Trotz aller Formalismen entstehen viele Projekte über persönliche Beziehungen, Vertrauen und langjährige Zusammenarbeit. Für Neueinsteiger ist das eine der größten Herausforderungen: Wie schafft man Sichtbarkeit, ohne aufdringlich zu sein? Wie baut man Vertrauen auf, ohne schon Referenzen vorweisen zu können?

Ein qualifizierter Berater öffnet hier Türen:

  • Durch bestehende Kontakte zu Systemhäusern, Vergabestellen oder Kooperationsnetzwerken
  • Durch Formate wie Marktplätze, Messen oder B2B-Events
  • Durch strategische Kommunikationsberatung – von der Website über Position Papers bis zu Fachartikeln

Der Einstieg in die Sichtbarkeit muss nicht laut, aber zielgerichtet sein. Gerade mittelständische Unternehmen, die auf Qualität, Verlässlichkeit und Innovationskraft setzen, haben hier große Chancen – wenn sie gezielt und glaubwürdig auftreten.

5. Förderlandschaft und Finanzierungslogik: Mittel nutzen, Risiken absichern

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Finanzierung von Entwicklungsleistungen und der Aufbau verteidigungsfähiger Strukturen. Viele mittelständische Unternehmen scheuen Investitionen, weil ihnen die Risikoabsicherung fehlt oder weil sie nicht wissen, welche Förderprogramme existieren.

Hier kommt die Beratungsleistung ins Spiel:

  • Durch die Identifikation passender Förderinstrumente (z. B. BMVg-Projekte, ZIM, European Defence Fund)
  • Durch die Strukturierung von Entwicklungskooperationen mit anderen Unternehmen oder Forschungseinrichtungen
  • Durch die Begleitung von Anträgen, Verwendungsnachweisen und Mittelabrufen

Gerade im Bereich der dual-use Technologien – also Anwendungen, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können – existieren vielfältige Unterstützungsangebote. Doch ohne gezielte Unterstützung bleiben sie oft ungenutzt.

Fallbeispiel: Vom Maschinenbauer zum Systempartner

Ein mittelständischer Maschinenbauer aus Süddeutschland hatte über 40 Jahre Erfahrung in der Präzisionsbearbeitung und war langjähriger Lieferant für die Automobilindustrie. Mit dem Rückgang der Verbrenner-Technologie suchte das Unternehmen nach neuen Märkten – und erkannte, dass seine Kompetenzen auch für sicherheitsrelevante Systeme nutzbar wären.

Durch eine gezielte Beratungsbegleitung wurde zunächst eine Marktanalyse durchgeführt. Es folgten Workshops zur Positionierung, die Entwicklung sicherheitsrelevanter Prozessstandards und die Begleitung zu einem militärischen Zulieferertreffen.

Innerhalb von zwölf Monaten gelang es dem Unternehmen, eine erste Entwicklungskooperation mit einem Systemhaus zu schließen – heute ist es Bestandteil eines Liefernetzwerks für ein luftgestütztes Aufklärungssystem.

Ohne externe Begleitung wären viele dieser Schritte weder in der Geschwindigkeit noch mit der notwendigen Tiefe möglich gewesen

Beratung schafft Brücken zwischen Potenzial und Praxis

Der Einstieg in die Verteidigungsindustrie ist kein einfacher, aber ein lohnenswerter Weg – insbesondere für mittelständische Unternehmen, die sich technologisch gut aufgestellt haben und neue Märkte erschließen wollen.

Beratung ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein strategischer Hebel:

  • Sie hilft, den Markt zu verstehen und Chancen realistisch zu bewerten
  • Sie übersetzt Kompetenzen in marktfähige Positionierungen
  • Sie begleitet den Aufbau notwendiger Strukturen und Prozesse
  • Sie schafft Zugang zu relevanten Netzwerken und Sichtbarkeit
  • Sie unterstützt bei der Nutzung von Fördermitteln und Risikomanagement

Entscheidend ist die Wahl des richtigen Partners – jemand, der nicht nur Beratung „über“ die Verteidigungsindustrie anbietet, sondern diese Welt aus eigener Erfahrung kennt und auf Augenhöhe mit Unternehmen arbeitet.

Denn der Erfolg hängt nicht allein von Technik, Prozessen oder Zertifikaten ab – sondern von der Fähigkeit, mit Klarheit, Glaubwürdigkeit und Konsequenz neue Wege zu gehen.

Ihr Nutzen der Beratung in der Verteidigungsindustrie

BESCHLEUNIGTER MARKTEINSTIEG

Durch gezielte Beratung in der Verteidigungsindustrie können Unternehmen schneller die richtigen Einstiegspunkte identifizieren, regulatorische Anforderungen verstehen und strategisch fundierte Entscheidungen treffen. Das verkürzt die Anlaufzeiten und ermöglicht eine deutlich schnellere Positionierung im sicherheitsrelevanten Marktumfeld.

REDUZIERTE EINSTIEGSKOSTEN

Die systematische Begleitung durch Experten hilft, typische Fehler beim Markteintritt zu vermeiden und Investitionen zielgerichtet zu steuern. Frühzeitige Klärung von Anforderungen, Fördermöglichkeiten und Kooperationsoptionen spart Ressourcen und senkt die Gesamtkosten des Marktzugangs signifikant.

HÖHERE MARKTWIRKSAMKEIT

Durch die professionelle Übersetzung technologischer Kompetenzen in verteidigungsrelevante Angebote wird die Sichtbarkeit im Markt erhöht. Beratung unterstützt bei der Entwicklung einer glaubwürdigen Marktrolle, die den realen Wertbeitrag für Systempartner und Bedarfsträger sichtbar macht – für mehr Wirkung, weniger Streuverlust.

STRATEGISCHE POSITIONIERUNG

Die fundierte Analyse und Positionierung durch erfahrene Berater stellt sicher, dass Unternehmen mit den richtigen Themen, in der richtigen Sprache und bei den richtigen Zielgruppen auftreten. So entstehen Vertrauen, Anschlussfähigkeit und eine langfristige Perspektive im verteidigungsnahen Ökosystem.

INNOVATIONSSICHERUNG

Durch die frühzeitige Identifikation von Potenzialen und die Nutzung passender Förderinstrumente trägt die Beratung Verteidigungsindustrie dazu bei, Innovationsfähigkeit strategisch auszurichten – und sich im Spannungsfeld zwischen ziviler Kompetenz und militärischem Bedarf nachhaltig zu behaupten.

Warum ist KruCon Ihr Partner beim Thema Verteidigungsindustrie?

KruCon verbindet langjährige Mittelstandsexpertise mit einem tiefen Verständnis für die spezifischen Anforderungen der Verteidigungsindustrie. Wir sprechen die Sprache produzierender Unternehmen – und übersetzen ihre Kompetenzen in marktgerechte, sicherheitsrelevante Angebote. Mit einem klaren Blick für realistische Einstiegspunkte, einem belastbaren Netzwerk in Industrie und Verbänden sowie einem strukturierten Vorgehen helfen wir Ihnen, Ihre Potenziale gezielt zu erschließen. Ob als strategischer Sparringspartner, Brückenbauer zu Systemhäusern oder Impulsgeber für eine nachhaltige Positionierung: KruCon steht für pragmatische Umsetzung, Verlässlichkeit und echte Wirkung.

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Markus Krüger
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